Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Lichtblick am Stralsund

Werft hat neues Bauprojekt

  • Von Thomas Schwandt, Rostock
  • Lesedauer: 2 Min.

Auf der vor mehr als zwei Jahren in die Pleite gerissenen einstigen Stralsunder Volkswerft (Mecklenburg-Vorpommern) wird wieder an einem Neubauprojekt gearbeitet. Mit einer symbolischen Schweißnaht ist dieser Tage auf der jetzt unter Nordic Yards Stralsund GmbH firmierenden Werft am Strelasund mit dem Bau von riesigen Stahlträgern für das Fundament (Jacket) der Offshore-Konverterplattform »DolWin gamma« begonnen worden. Dabei handelt es sich um den ersten Neubau seit Übernahme des traditionsreichen Schiffbaubetriebes im Norden durch das einheimische Werftunternehmen Nordic Yards (Wismar/Warnemünde) Mitte dieses Jahres.

»Damit setzen wir ein Zeichen für die Zukunft der Werft, die vor allem durch die großen Möglichkeiten bestimmt wird, die sich aus der Energiewende im Offshore-Bereich ergeben«, sagte Nordic-Yards-Geschäftsführer Jürgen Wollny. Er kündigte an, mit dem Auftrag für die Plattformkomponenten im Stralsunder Betrieb bald die »200-Mitarbeiter-Marke knacken zu können«. Vor der Insolvenz Ende August 2012 waren in Stralsund 1260 Schiffbauer beschäftigt.

Die gesamten Fertigungsarbeiten für »DolWin gamma« verteilen sich auf die drei Nordic-Yards-Standorte Wismar, Warnemünde und Stralsund. Auf der Warnemünder Nordic-Werft war am 9. Oktober dieses Jahres mit dem ersten Stahlzuschnitt der Bau der Konverterplattform gestartet worden. Das französische Energieunternehmen Alstom hatte Nordic Yards im Februar 2013 damit beauftragt, die Plattform für den Offshore-Windpark »DolWin3« zu fertigen, der in der südwestlichen Nordsee in der Dollart-Bucht errichtet wird. »DolWin gamma« soll 2017 installiert werden und auf hoher See erzeugten Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln. Dieser wird dann über ein Seekabel in das Hochspannungsnetz an Land eingespeist. Das Auftragsvolumen beläuft sich nach unbestätigten Angaben auf knapp eine Milliarde Euro.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln