Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Starke Stimme

PERSONALIE

Als Auma Obama in einer hiesigen Talkshow einmal mit den Worten »Und Sie sind die Schwester des US-Präsidenten« begrüßt wurde, entfuhr ihr ein unüberhörbares »Schrecklich«. Sollte das der Grund der Einladung gewesen sein, wäre es »wirklich zu wenig«, so die heute 54-Jährige in bestem Deutsch. Sie mag es nicht, wenn »mein Name eine größere Rolle spielt als das, was ich tue«, wie sie kürzlich bei einer Preisverleihung bekannte. Thema der Fernsehsendung war der brutale globale Kampf um Rohstoffe mit seinen Krisen und Kriegen - und die in Nairobi geborene Soziologin, die u.a. für die Hilfsorganisation CARE International als Ostafrika-Koordinatorin arbeitet, ist anerkannte Fachfrau für damit zusammenhängende ökologische, ökonomische und soziale Fragen. Deshalb auch wurde sie jetzt in den Weltzukunftsrat berufen. Die Stiftung mit 50 Ratsmitgliedern von allen fünf Kontinenten macht sich für wegweisende Politikansätze zur nachhaltige Entwicklung stark und unterstützt deren Umsetzung.

Auma Obama entstammt einer großen Familie. Sie hat zehn Geschwister und Halbgeschwister, die ihr Vater, der kenianische Regierungsbeamte Barack Obama sen., mit drei Frauen gezeugt hat. Ihren Halbbruder Barack jun. lernte sie erst mit 24 kennen. Später reisten beide auf den Spuren der Familiengeschichte durch Kenia. Zuvor hatte die Liebe zu deutschen Autoren wie Heinrich Böll Auma nach Deutschland geführt, um dort mit Hilfe eines Stipendiums u.a. in Heidelberg Germanistik wie Soziologie und dann an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin zu studieren.

Nach der Promotion 1996 in Bayreuth arbeitete sie als Journalistin, schrieb Drehbücher, machte Filme und ging mit ihrem englischen Mann nach Großbritannien, wo sie sich in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen engagierte. Inzwischen lebt die Mutter einer elfjährigen Tochter wieder in Kenia. Eine von ihr initiierte Stiftung will Kindern in Afrika die Chance eröffnen, ihr eigenes Leben auch selbst zu bestimmen. »Sauti Kuu« heißt sie auf Kisuaheli, »Starke Stimmen«. Ein Name, der auch gut zu Auma Obama passt.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln