»Die vermehren sich doch dann«

Anwohnerversammlung zu Flüchtlingsunterkünften in Köpenick gerät zur Farce

  • Von Celestine Hassenfratz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Treptow-Köpenick hatte Anwohner zu einer Informationsveranstaltung zum neuen Containerdorf für Flüchtlinge geladen.

Wäre Rassismus ein Aggregatzustand, es wäre exakt die eiskalte Luft, die am Montagabend, gemischt mit einer Prise Hass, über die Müggelschlösschen-Grundschule in Köpenick fegte. Die Bewohner der Hochhäuser des Allende-Viertels hatten sich aufgemacht aus ihren warmen Wohnungen, hinaus in die Kälte, hinein in den Kampf gegen die Fremden, die »Asylanten« wie sie hier genannt werden. Bereits vor zwei Wochen hatten sie gemeinsam mit Ex-NPD-Chef Udo Voigt gegen das geplante Containerdorf für Flüchtlinge im Viertel protestiert. Nun hat das Bezirksamt Treptow-Köpenick zu einer Informationsveranstaltung geladen. Polizei, Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD), Claudia Schütz vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) sowie die Leitung des neuen Containerdorfes in Köpenick stellen sich den Fragen.

Rund 200 Anwohner sind gekommen, um ihrer Wut freien Lauf zu lassen. Sie mussten sich zuvor beim Bezirksamt für die Veranstaltung anm...


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