Häuser nach Anschlag in Grosny angezündet

Moskau. Nach dem Rebellenangriff in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny sind in der Region nach Angaben von Menschenrechtlern mehrere Häuser angezündet worden. Der Aktivist Sergej Babinez sagte, in der Nacht zum Sonntag habe eine Gruppe bewaffneter Männer in dem Dorf Jandi vier Häuser in Brand gesetzt. Zuvor hatte Tschetscheniens Regierungschef Ramsan Kadyrow dazu aufgerufen, die Familien der Attentäter von Grosny zu bestrafen. Bei dem Angriff in der vergangenen Woche waren 24 Menschen getötet worden, darunter 14 Sicherheitskräfte. »Die Zeit, als wir zu sagen pflegten, dass sich Eltern nicht für Taten ihrer Söhne und Töchter zu verantworten haben, sind vorüber«, erklärte Kadyrow weiter. »Wenn ein Kämpfer in Tschetschenien einen Polizisten oder anderen Menschen tötet, wird die Familie des Kämpfers sofort verbannt ohne Recht auf Rückkehr und ihr Haus bis auf die Grundmauern niedergerissen.« AFP/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung