Das Gymnasium ist die neue Hauptschule

Statussymbol und Hybris - wie durch den Akademisierungswahn Wunschdenken und Lebensrealität immer mehr auseinanderklaffen

  • Von Jürgen Amendt
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Das vergangene Jahr war ein ganz besonderes in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Erstmals war die Zahl derer, die ein Studium aufnahmen, höher als jener, die eine Ausbildung im Dualen Berufsbildungssystem begannen (511 000 zu 497 000). Gleichzeitig sagt eine andere Statistik, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland immer noch geringer ist als in jenen Ländern, die eine deutlich höhere Akademikerquote aufweisen.

Diese Entwicklung ist gewissermaßen der Ausgangspunkt für Julian Nida-Rümelins Alarmschrift »Akademisierungswahn«. Den Philosophen mit SPD-Parteibuch, der 2001 von Gerhard Schröder zum Kulturstaatsminister bestellt wurde und bis zum vergangenen Jahr als Vorsitzender die SPD-Grundwertekommission leitete, treibt eine ursprünglich konservative Sorge um: dass mit dem Ausbau des tertiären universitären Sektors die traditionell gut ausgebaute berufliche Bildung in Deutschland an Bedeutung verliert. Von lin...

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