Ralf Hutter 16.12.2014 / Politik

Die neue Pressegleichheit

Freiheit für alle: Dank des Internets bröckeln die Privilegien der herkömmlichen Medien

Das Internet sorgt für eine völlig neue Öffentlichkeit. Wer darf sich künftig Presse nennen? Und wer hat damit Anspruch auf einen Presseausweis sein? Auch den Bundestag beschäftigen diese Fragen.

Endlich geht es zur Sache. Einige dem breiten Publikum weniger bekannte Organisationen von Medienschaffenden blasen zum endgültigen Angriff auf eine der letzten Bastionen des Vor-Internet-Zeitalters: die Journalismuskaste und den quasi-offiziell anerkannten Presseausweis. Sechs Verbände, darunter Freelens und Freischreiber, stellen ihren Mitgliedern für 2015 einen gemeinsam herausgegebenen Presseausweis aus. Freelens war die letzten Jahre im Boot mit den großen Journalismus- und Verlagsverbänden, deren Presseausweis bis Ende 2008 staatlich anerkannt worden war. Der alte Streitpunkt ist nun eskaliert: Die großen Verbände DJV und DJU, letzter in der Gewerkschaft ver.di organisiert, wollen das Kärtchen dem hauptberuflichen Journalismus vorbehalten. Die anderen argumentieren, dass das nicht mehr zeitgemäß sei, unter anderem wegen der in der Medienbranche wachsenden Prekarität.

Die Frage, wer als Journalist gelten darf, war Anfang ...

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