Deutschland im Elchtest

Immer häufiger tauchen in hiesigen Wäldern Großhirsche aus Osteuropa auf - Experten sehen Konfliktpotenzial und wollen rechtzeitig Aufklärung

  • Von Christiane Raatz, Dresden
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ein junger Elchbulle verirrte sich im Sommer in ein Dresdner Bürogebäude und sorgte bundesweit für Aufsehen. Werden die Riesen in Deutschland wieder heimisch? Experten halten das für möglich.

Wer einen Elch in freier Wildbahn sehen möchte, muss dafür nicht unbedingt nach Schweden fahren. Mit viel Glück bekommt man die Riesen neuerdings auch in Deutschland zu Gesicht. »Vor allem die halbstarken jungen Tiere ziehen los, um die Welt zu entdecken«, sagt Andreas Kinser, Forst- und Jagdreferent der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg. Immer öfter wandern Elche aus Polen und Tschechien über die Grenze nach Ostdeutschland.

Die Stiftung geht aber davon aus, dass nur eine Handvoll Tiere dauerhaft in Deutschland leben. »Die meisten Elche durchstreifen die Gegend nur auf ihrer Wanderschaft.« Pro Jahr zählt die Stiftung rund 25 Elchsichtungen. Seit etwa drei Jahren entdecken Förster oder Spaziergänger immer wieder bestimmte Elche vor allem in Ostbrandenburg. »Von einer richtigen Population kann man aber nicht reden«, sagt Ina Martin, Biologin am Thünen-Institut für Waldökosysteme in Eberswalde. Sie erfasst Daten zum Elch und...


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