Beschluss zu Elternschaft

Kind von Leihmutter kann anerkannt werden

Karlsruhe. Paare mit unerfülltem Kinderwunsch können künftig leichter ein Kind von einer im Ausland lebenden Leihmutter austragen lassen. Das geht aus einem am Freitag vom Bundesgerichtshof veröffentlichten Beschluss hervor. Hat ein ausländisches Gericht die Elternschaft des deutschen Paares trotz Leihmutter anerkannt, müssen die hiesigen Behörden veranlassen, dass die Auslandsgeburt und die Lebenspartner als Eltern im Geburtenregister eingetragen werden, entschieden die Richter.

Bei der Leihmutterschaft wird eine Eizellspende künstlich befruchtet und einer Leihmutter eingesetzt. In Deutschland ist die Leihmutterschaft verboten.

Im jetzt entschiedenen Fall wollten zwei schwule Berliner ein Kind. In den USA fanden sie eine Leihmutter. Mit dem Samen eines der Männer wurde eine anonyme Eizellspende künstlich befruchtet. Die Leihmutter trug das Kind aus. Ein kalifornisches Gericht erklärte das schwule Paar als Eltern. epd/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung