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Mehr als ein Kampfbegriff

Neoliberalismus I: Philipp Ther rekapituliert die unheilvolle Geschichte des neuen Kapitalismus in Europa

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Neoliberalismus? Ist das nicht ein Kampfbegriff, hoffnungslos politisiert und deswegen völlig inhaltsleer? Wer das so sieht, sollte mal nach Russland fahren und wahllos Menschen auf der Straße nach ihrer Meinung zu Boris Jelzin fragen. Wichtig ist dabei aber, Schuhe zu tragen, in denen es sich sehr schnell laufen lässt. Denn der ehemalige russische Präsident ist in weiten Teilen der Bevölkerung aus gutem Grund verhasst. Ließ er doch 1993 das Parlament beschießen, um in der jungen Demokratie neoliberale Reformen durchzusetzen, unter denen die Menschen noch heute leiden. Jelzin ist verantwortlich für die »neuen Flegeljahre des freien Marktes«, wie es Naomi Klein in ihrem Buch »Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus« formulierte.

Kleins für die gesellschaftliche Linke wegweisendes Werk erschien 2007, und seither gab es kein bürgerliches Gegenstück zur gleichen Thematik, das es an analytischer Schärfe, an...


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