»Es wird Widerstand geben«

Neoliberalismus II: Christopher Stark kritisiert die Ökonomisierung aller Lebensbereiche

Herr Stark, schlägt man die Zeitung auf, lassen sich ständig Abgesänge auf den Neoliberalismus finden. Inwiefern ist die neoliberale Vorherrschaft tatsächlich erodiert?
Ich kann keine Erosion erkennen, wenn etwa die Umwandlung von Universitäten in Fachhochschulen oder gar in Wirtschaftsunternehmen weitergeht oder die Zerschlagung der Diplom- und Magisterstudiengänge durch das neue Bachelor-Master-System zementiert ist. Auch nicht, wenn sich der neoliberale Zeitgeist nach wie vor in Werbeanzeigen zur Leistungsoptimierung des menschlichen Körpers widerspiegelt. Vor allem im Bildungssystem liegen die humanistischen Errungenschaften der Aufklärung, der Reformpädagogik und der 68er-Bewegung schon längst in Schutt und Asche. Eine Kursänderung ist für mich nicht erkennbar. Wenn nun die Bertelsmann-Stiftung oder die OSZE ein sozial durchlässigeres Bildungssystem fordern, dann aus dem Motiv heraus, mehr Hochqualifizierte für Arbeitsmarkt und Wirtschaft heranzuzüchten.

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