Agrarminister: TTIP wird Schutz regionaler Lebensmittel aushebeln

Hamburg. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) rechnet damit, dass Privilegien für Hersteller europäischer Lebensmittelspezialitäten durch das europäisch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP ein Ende finden. Man könne in Europa »nicht mehr jede Wurst und jeden Käse als Spezialität schützen«, wenn man die Chancen des freien Handels mit dem US-amerikanischen Markt nutzen wolle, sagte Schmidt dem »Spiegel«. Er halte die Regeln der EU für regionale Lebensmittel für »sehr bürokratisch«. Der US-Handelsbeauftragte habe sich bei einem Treffen mit ihm in Washington genau darüber beschwert, sagte Schmidt. »Es wäre unseren amerikanischen Handelspartnern schwer vermittelbar, dass sie keinen Tiroler Speck oder Holländischen Gouda zu uns exportieren dürfen.« Die Europäische Union und die USA verhandeln seit 2013 über das umstrittene Freihandelsabkommen, es soll bis Ende 2015 unter Dach und Fach gebracht werden. epd/nd

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