Regierung will mit dem Bürger diskutieren

Mit der Braunkohlepolitik und der Kreisreform lehnt die Mehrheit der Brandenburger zwei rot-rote Kernthemen ab

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Rot-Rot in Brandenburg steht vor einer ungewöhnlichen Herausforderung. Gerade gewählt, muss die Koalition die Mehrheit der Bürger erst noch für ihre wichtigsten, aber unpopulären Vorhaben gewinnen.

Als »Stabilisierung«, die ausbaufähig sei, hat der stellvertretenden Chef der Linksfraktion im Landtag, Ralf Christoffers, das Abschneiden seiner Partei in der jüngsten Forsa-Umfrage gewertet. Deren Ergebnis spricht der LINKEN bei der sogenannten Sonntagsfrage 19 Prozent zu, also in etwa das Resultat, das die Partei auch bei der Landtagswahl am 14. September 2014 eingefahren hatte.

Immerhin, so fügte Christoffers nach der Fraktionssitzung am Dienstag hinzu, habe es »keinen weiteren Absturz« gegeben, was bei vorangegangenen Verlusten im Bereich des Möglichen gelegen hätte. Den Rückgang in der Wählergunst von 27,2 Prozent im September 2009 auf 18,6 Prozent im September 2014 führte Christoffers unter anderem darauf zurück, dass seine Partei für viele regionale Problembereiche - etwa bei der Grenzkriminalität oder beim Abwasserstreit - keine überzeugenden Antworten und Lösungsansätze angeboten habe.

Der LINKE-Politiker konstatierte, dass be...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.