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Torten für den King zum 80.

In Hessen begeht man den Geburtstag von Elvis Presley

  • Von Carolin Eckenfels und 
Timo Lindemann, Bad Nauheim
  • Lesedauer: 3 Min.

An Elvis' 80. Geburtstag werden in Hessen die Torten angeschnitten. Zwar ist es lange her, dass der »King of Rock'n'Roll« dort lebte. Doch eingefleischte Fans erinnern noch immer an ihr Idol und wollen Geburtstagspartys in Bad Nauheim, Friedberg und Wiesbaden feiern. »Elvis ist ein Phänomen. Er hat es geschafft, Generationen zu verbinden und mit seiner Musik Generationen zu ›überstehen‹«, so Maria Hesterberg, Vorsitzende des Fanclubs »Elvis-Presley-Gesellschaft«.

Elvis Presley (1935-1977) wäre am heutigen 8. Januar 80 Jahre alt geworden. Er war von Oktober 1958 bis März 1960 als Soldat in Friedberg stationiert und wohnte im benachbarten Bad Nauheim. Damals lernte er seine spätere Frau Priscilla kennen. Sie lebte mit ihrer Familie in Wiesbaden. Dorthin war ihr Stiefvater, ein Offizier, versetzt worden.

Zeitzeuge Claus-Kurt Ilge wird wie jedes Jahr an Elvis' Geburtstag eine Torte anschneiden. Das sei für ihn schon wie ein richtiger Gedenktag, erzählt der 72-Jährige. Er lebte damals in Friedberg und traf den »King« mehrmals. Er sei der erste Fan gewesen, der dem Musiker im Jahr 1960 zum 25. Geburtstag gratuliert habe, morgens um kurz vor sieben.

Angelika Springauf (70) erinnert sich ebenfalls gerne an die Zeit, in der sie nur fünf Minuten von Elvis' Haus in der Bad Nauheimer Goethestraße 14 entfernt wohnte. »Das Haus war ein Treffpunkt der Jugend aus der ganzen Umgebung«, sagt sie. Großzügig sei Elvis gewesen. Und er habe sich immer wieder zu den Fans vor dem Haus gesellt, sich mit ihnen unterhalten oder auch mal Blödsinn gemacht. Einmal habe sie früher nach Hause gehen müssen, weil eine Mathearbeit angestanden habe. Die sollte besser laufen als die vorherige. Elvis habe sie gefragt, warum sie schon gehe - und eine Woche später nachgehakt, wie die Arbeit gelaufen sei. Das habe sie sehr gefreut. »Die Arbeit war aber genauso schlecht - da hätte ich auch noch bleiben können.«

Für den Präsidenten des Elvis-Presley-Vereins Bad Nauheim-Friedberg, Jürgen Muth, ist klar: »Ohne Elvis gäbe es die Bee Gees oder die Beatles vielleicht nicht. Er war ein Rebell zu dieser Zeit und hat vielen den Weg geebnet.« Der Verein organisiert ebenfalls Partys zu Ehren des »King«. »Es gibt eine Geburtstagstorte, so wie auch jedes Jahr in Memphis«, kündigte Muth an. In der US-Stadt lebte und starb der Sänger.

Im hessischen Friedberg erinnert unter anderem eine Statue an einem Verkehrskreisel an Elvis. Außerdem ist ein Platz nach ihm benannt. Um den gab es allerdings vor einigen Monaten Aufregung, weil über eine mögliche Umbenennung diskutiert wurde.

In Bad Nauheim steht eine Elvis-Stele. In dem Kurort soll es gleich mehrere Geburtstags-Veranstaltungen des Vereins und der Elvis-Gesellschaft, ein Verein mit Sitz in Bonn, geben. Die Stadt selbst bietet spezielle Führungen an. Das Jugendstilbad sei ein Anziehungspunkt für Fans, weil sie authentische Orte aufsuchen könnten, wo Elvis wirklich gewesen sei, sagt Ina Kühlmeyer vom Stadtmarketing. Neben der Villa gehört dazu auch ein Sportheim, in dem Elvis 1959 bei einer Weihnachtsfeier zu Gast war. Dort wollen Fans nun seinen 80. Geburtstag feiern. dpa/nd

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