In den Zielen weitgehend kompatibel

Nachfrage in Baden-Württemberg: AfD fühlt sich angezogen vom möglichen Wählerpotenzial bei Pegida, doch Vorbestrafte mag man nicht

  • Von Gesa Leesen, Stuttgart
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im AfD-Führungsstreit geht es nicht nur darum, wer den Ton angibt. Es geht auch um die Ausrichtung der Alternative für Deutschland. Weiter nach rechts? Oder in die Lücke, die FDP und CDU lassen?

Für die Nischensuche nahe FDP und CDU plädiert der Europaabgeordnete und Sprecher der baden-württembergischen AfD Bernd Kölmel. »Ich sehe zwei Anker, die für uns existenziell wichtig sind«, sagte er am Rande des politischen Jahresauftaktes der Partei in Stuttgart am Dreikönigstag. »Die FDP hinterlässt ein liberales Vakuum. Und viele Deutsche vermissen eine Partei, die konservativ verankert ist.« Der ehemalige Referatsleiter im Landesrechnungshof spricht für einen Landesverband mit 3000 Mitgliedern. Und die, so glaubt er, würden in punkto Führungsstreit zu zwei Dritteln hinter der geplanten Satzungsänderung von Parteichef Bernd Lucke stehen, der die bisherige dreiköpfigen Spitze durch nur einen Vorsitzenden - also ihn - ersetzen will. »Im Prinzip ist es 90 Prozent der Mitglieder egal, ob es einen oder drei Vorsitzende gibt«, schätzt Kölmel. Doch wenn es zum Schwur komme, wäre man für Lucke. »Er ist das Gesicht der Partei.«

»Das ist bei ...


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