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Attentate in Frankreich

In Frankreich, das auf Grund seiner kolonialen Vergangenheit einen hohen Anteil maghrebinischer Einwanderer aufweist, hat es gerade in jüngster Vergangenheit mehrmals blutige Anschläge islamischer Fundamentalisten gegeben.

Dezember 2014: Polizisten erschießen in der Stadt Joué-lès-Tours im zentralfranzösischen Département Indre-et-Loire einen Mann, der mit »Allahu Akbar«-Rufen (»Gott ist groß«) in ein Kommissariat stürmt und mit einem Messer drei Polizisten verletzt. Die Ermittler erklärten die Tat für »radikalislamisch motiviert«.

Oktober 2012: Bei einem Anti-Terror-Einsatz in mehreren französischen Städten erschießt die Polizei den 33-jährigen Jeremy Sidney in Straßburg und nimmt elf weitere mutmaßliche Islamisten fest. Sidney und seine Kumpane wurden für einen Anschlag auf ein jüdisches Geschäft verantwortlich gemacht.

März 2012: Mohamed Merah, ein 23-jähriger muslimischer Franzose algerischer Herkunft, erschießt sieben Menschen. Unter ihnen waren drei Kinder und ein Lehrer einer jüdischen Schule. Augenzeugen berichteten, der Täter habe mit einer Minikamera gefilmt und sei geflohen. Bevor der Mann nach 32-stündiger Polizeibelagerung seiner Wohnung bei einer Schießerei getötet wurde, hatte er sich als Qaida-Anhänger und Mudschaheddin (Gotteskrieger) bezeichnet.

November 2011: Schon vor mehr als drei Jahren wurde ein Brandanschlag auf die Redaktion von »Charlie Hebdo« verübt. Das Blatt hatte ein Sonderheft zum Wahlerfolg der größten islamischen Partei in Tunesien herausgebracht und sich dazu in »Scharia Hebdo« umbenannt. Als Chefredakteur war »Mohammed« genannt worden. dpa/nd

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