Ulrich Heyden, Moskau 13.01.2015 / Ausland

Die Radikalen haben ausgedient

Moskau will verlässliche Strukturen in Ostukraine / Keine Rede mehr von Noworossija

Moskau bringt radikale Feldkommandeure in der Ostukraine unter Kontrolle. Ein »Noworossija« bis nach Odessa ist nicht mehr aktuell.

Die neuen Machthaber in den »Volksrepubliken« der Ostukraine gehen derzeit gegen eigenwillige Feldkommandeure und Kosakenführer vor, die ein großes Noworossija bis Odessa wollen, und gegen linke Aktivisten, die von einem sozialistischen Staat ohne Oligarchen träumen.

So wurden am 21. Dezember in Donezk die drei Mitglieder der ukrainischen Linksorganisation Borotba Viktor Schapinow, Maksim Firsow und Maria Muratowa von Mitgliedern der Spezialeinheit »Wostok« (Osten) verhaftet und zwei Wochen in einem Gefängnis festgehalten. Gegenüber Borotba-Aktivisten wurde ein Einreiseverbot für die »Volksrepubliken« Lugansk und Donezk verhängt. Ihnen war Spionage für die Ukraine vorgeworfen worden.

Tatsächlich mussten Mitglieder von Borotba vor dem »Rechten Sektor« nach Charkow und auf die Krim flüchten. Sie fragen nun, ob die »Volksrepubliken« ihren »antifaschistischen und anti-oligarchischen Geist« aufgeben haben.

Vorfälle in d...

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