Sara Lemel und Lisa Kreuzmann 13.01.2015 / Politik

Jerusalem trägt Trauer

Israel trägt die vier jüdischen Terroropfer von Paris zu Grabe

Vier jüdische Opfer des Terrors in Paris fanden am Dienstag in Jerusalem ihre letzte Ruhe. Die große Gedenkfeier am Stadtrand wurde allerdings zu einer offen politischen Veranstaltung.

Jerusalem/Paris. Israels Staatspräsident Reuven Rivlin schämt sich seiner Tränen nicht. »Nicht so wollten wir euch in Israel empfangen«, sagt er mit erstickter Stimme. »Wir wollten euch lebend.« Israels Führung versammelte sich am Dienstag in Jerusalem geschlossen zum Begräbnis der vier jüdischen Opfer des islamistischen Terrors in Paris. Ein Onkel des Opfers Johan Cohen sagte: »Er war erst Anfang 20 und voller Lebensfreude. Die Familie ist zerstört.«

Am Tag der Beisetzung flattern schwarze Banner im Wind. »Jerusalem ist Charlie« und »Jerusalem umarmt das französische Volk«, heißt es darauf auf Hebräisch und Französisch.

Warum lassen sich viele Juden in Israel und nicht in ihrem Heimatland - in diesem Fall Frankreich - begraben? Die Beisetzung sei eine persönliche Entscheidung der Familien und keinesfalls eine offizielle Politik Israels, betonte Jigal Palmor von der Jewish Agency, die sich für die Einwanderung v...

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