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Tierparks in Sorge wegen Vogelgrippe

Vorsichtsmaßnahmen nach H5N8-Ausbruch in Rostock

  • Von Anna Ringle-Brändli
  • Lesedauer: 2 Min.
Dass die Vogelgrippe im Rostocker Tiergarten ausgebrochen ist, beunruhigt brandenburgische Tierparks. Sie wollen vorsorgen, es bleiben aber Risiken.

Neuruppin. Der Ausbruch der Vogelgrippe im Rostocker Zoo treibt märkische Tierparks um. Viele stehen in engem Kontakt mit den Veterinärämtern, um bei einer Verordnung zur Stallpflicht schnell handeln zu können, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Seit Anfang Januar hatten sich im Rostocker Tiergarten Dutzende Vögel mit dem H5N8-Virus angesteckt, darunter Störche, Gänse und Enten. »Wir sind besorgt«, sagte eine Mitarbeiterin des Tierparks Kunsterspring in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin).

In einigen Tierparks waren bereits nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem Putenmastbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern Anfang November die Standards verändert worden. So wurden in Neuruppin die Futterautomaten an den Wasservogelanlagen entleert. Damit soll verhindert werden, dass womöglich infizierte Wildvögel angelockt werden, sagte die Mitarbeiterin. In dem Park leben rund 500 Tiere.

Im Tierpark Angermünde (Uckermark) leben rund 250 Tiere, zu den 38 Arten zählen Hühner und Fasane. Der Leiter, Dennis Sonneberg, hat gehandelt: »Wir desinfizieren die Ställe in deutlich kürzeren Abständen als zuvor.« Solange die Ursprungsquelle des Subtyps H5N8 nicht gefunden sei, bestehe für jeden Tierpark das Problem der ungeklärten Infektionswege. Verschärft werde das Problem dadurch, dass wegen des milden Winters manche Parasiten überleben.

Im Senftenberger Tierpark (Oberspreewald-Lausitz) gibt es einen Notfallplan. »Wir müssen warten, bis das Veterinäramt auf uns zukommt«, erklärte Leiter Holger Loser den Ablauf. Dann würden Tiere umgehend in Ställe gebracht. Der Leiter des Tierparks Finsterwalde (Elbe-Elster), Torsten Heitmann, stellte klar: »Wirklich wappnen kann man sich nicht.« Es sei nicht zu verhindern, dass Wildvögel in die Anlagen gelangen. Der Park hat 200 Tiere.

Noch ist unklar, ob das Virus über Wildvögel oder den Futter- und Geflügelhandel nach Europa gekommen ist. Erkrankungen von Menschen, die H5N8 ausgesetzt waren, sind nicht bekannt. dpa

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