Roboter sollen nicht mit Waffen spielen

Drohnen werden in den kommenden Jahren zunehmend unseren Alltag prägen. Wie sich dadurch die Gesellschaft verändern wird, ist noch nicht entschieden

  • Von Hans-Arthur Marsiske
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Die Anfrage einer Tageszeitung, die einen Artikel über den von Honda neu präsentierten humanoiden Roboter P 2 wünschte, brachte mich Mitte der 1990er Jahre mit Robotern in Kontakt. Bei den Recherchen dazu verblüffte mich zum einen der Entwicklungsstand der Robotik, die mich bis dahin allenfalls im Rahmen von Science-Fiction beschäftigt hatte. Zum anderen erfuhr ich von der RoboCup-Initiative, deren Idee mich auf Anhieb überzeugte: Roboter sollten lernen, Fußball zu spielen - und bis zum Jahr 2050 in der Lage sein, den amtierenden menschlichen Weltmeister zu schlagen.

Die ungewöhnlich langfristige Perspektive war dabei ebenso beeindruckend wie der rein spielerische Aspekt jenseits jeglicher Nutzungserwägungen. Aber erst in den kommenden Jahren wurde nach und nach immer deutlicher, worin die eigentliche Anziehungskraft des RoboCup liegt: Hier, auf den Fußballfeldern, materialisierte sich ein grundlegend neues Verständnis von Int...

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