Unser Kandidat

Sieben Tage, sieben Nächte: 2018 wird der 200. Geburtstag von Karl Marx Anlass für allerlei Würdigung sein. Wir fangen schon einmal an. Mit ein bisschen Debatte

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Es ist nicht lange her, da warnte Angela Merkel, in Thüringen würden Sozialdemokraten und Grüne der Linkspartei dabei helfen, »Karl Marx in die Staatskanzlei reinzutragen«.

Nun war die Kanzlerin lange genug in der FDJ, um in einem der damals üblichen Seminare die Geburtsdaten des Trierers gelernt zu haben. Es ging also nicht um Marx persönlich, die CDU-Vorsitzende bewegte zu ihrem Einwand freilich auch nicht Raumausstattersorge. Es ging ihr um das Symbol »Marx«, ein Name, der für eine bestimmte Denktradition steht. Eine Chiffre, die auch Bodo Ramelow nutzte, als er sich im Wahlkampf mit einer roten Miniplastik von Karl Marx ablichten ließ. Es handelt sich übrigens um eine Version jener Figur des Nürnberger Künstlers Ottmar Hörl, die auch »nd« auf Reisen begleitet hat - bis unser Marx auf einem Parteitag entführt wurde. Er ist seither verschwunden.

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