Benno Schwinghammer 26.01.2015 / Politik

Thüringer Rechte im Pegida-Aufwind

Beobachter warnen: Neonazis im Freistaat mit neuem Selbstvertrauen / Riss zwischen NPD und Kameradschaften / Neue Partei »Der Dritte Weg« könnte rechte Szene radikalisieren

Erfurt. Als Ralf Wohlleben Ende November 2011 von der Polizei abgeführt wurde, verlor die Neonazi-Szene Thüringens eines ihrer Symbole. Wie kein anderer Rechtsradikaler im Freistaat verkörperte Wohlleben die Nähe zwischen Freien Kameradschaften und NPD. Heute sitzt der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der Partei und mutmaßliche Unterstützer des Terrortrios vom Nationalsozialistischen Untergrund hinter Beate Zschäpe im NSU-Prozess. Er schweigt beharrlich.

Auch die rechte Szene in seiner Heimat wurde ohne ihn zunächst ruhiger. Das Bekanntwerden der NSU-Morde 2011 schnürte die Radikalen ein. Plötzlich wurde überall ermittelt, für die Sicherheitsbehörden hatte die Szene höchste Priorität. Doch Thüringens Neonazis sind im Moment so selbstbewusst wie seit Jahren nicht mehr. Mit dem Erfolg der Pegida-Bewegung wittern sie Morgenluft. »In Thüringen haben sie gerade richtig Aufwind«, warnt die Landtagsabgeordnete Katharina König, ...

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