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»Wir werden auf die Straße gehen«

Polizei untersagt zwei Demonstrationen des antifaschistischen Bündnisses NOWKR gegen den Akademikerball

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Einmal im Jahr laden Rechtspopulisten zum Wiener Akademikerball. Dabei treffen sie immer wieder auf antifaschistischen Protest. Den versucht die Wiener Polizei dieses Jahr möglichst umfassend zu verhindern.

An diesem Freitag soll er wieder stattfinden, der Wiener Akademikerball. Freude daran dürfte sich bei den Wenigstens ausbreiten, handelt es sich doch um das größte Treffen von Burschenschaften in Österreich. Die Einzigen, die es freut, sind Rechtspopulisten aller Couleur, die wie jedes Jahr zu dieser Veranstaltung strömen.

Kein Wunder, dass es einen starken antifaschistischen Protest gegen dieses rechte Treffen in feinem Gewand gibt. Jährlich kommen tausende Antifaschisten zusammen, um sich den Burschenschaftern in den Weg zu stellen. Dabei fahren auch regelmäßig Busse aus Deutschland in das Nachbarland.

Nun sollen zwei Demonstrationen des Bündnisses NOWKR (Nein zum WKR/Akademikerball) von der Polizei unterbunden werden. Als Begründung für das Verbot gibt die Polizei an, das Bündnis habe sich nicht genügend von gewalttätigen Aktionen distanziert, wie der ORF berichtet. Die Polizei sieht die öffentliche Sicherheit durch die Demonstranten gefährdet.

Die öffentliche Sicherheit gefährdet sieht auch das Bündnis NOWKR, allerdings durch den Akademikerball, den sie verhindern wollen. »Unser Ziel war und ist es, für ein Ende der Gewalt und gegen den Wiener Akademikerball auf die Straße zu gehen. Das werden wir uns an diesem Abend auch nicht von der Polizei verbieten lassen«, so die Pressesprecherin Elisabeth Litwak.

Sie wollen trotz Verbot auf ihr Demonstrationsrecht nicht verzichten. »Wir kritisieren diese Entscheidung aufs Schärfste, werden uns aber weder durch Drohungen noch Verbote von legitimem antifaschistischen Protest abbringen lassen«, so Litwak weiter.

Insgesamt wurden für den Freitag 20 Kundgebungen angemeldet. Sechs davon wurden untersagt. Neben den zwei NOWKR Veranstaltungen wurden auch vier Stände der rechtspopulistischen FPÖ in einer rund um den Akademikerball gezogenen Sperrzone verboten. Die anderen Veranstaltungen werden aber stattfinden, darunter zwei große Demonstrationen gegen den Ball. Insgesamt sollen 2500 Polizisten während des Akademikerballs im Einsatz sein.

»Überall auf der Welt finden politische Auseinandersetzungen auf der Straße statt, außer in Österreich, hier werden sie untersagt. Teile der Öffentlichkeit wünschen sich eine Friedhofsruhe im ersten Bezirk, während deutsch-völkische Rassist_innen und Antisemit_innen auf dem Tanzparkett der Hofburg feiern. Wir werden jedenfalls am Freitag auf die Straße gehen«, kündigt NOWKR-Pressesprecherin Litwak an.

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