50 Nazis bei Pegida-Marsch

Brandenburg/Havel. Unter den etwa 170 Teilnehmern des Pegida-Marsches am Montagabend in Brandenburg/Havel befanden sich etwa 50 Rechtsextreme. Das berichtete die »Märkische Allgemeine Zeitung« (MAZ) am Mittwoch unter Berufung auf die Polizei. Demnach seien ein Kreistagsabgeordneter und zwei Stadtverordnete der NPD aus Rathenow und aus Bad Belzig dabei gewesen. Eine Abwandlung des Hitlergrußes zeigte laut MAZ ein 39-jähriger Teilnehmer, der »nach gesicherten Erkenntnissen« bereits eine siebeneinhalbjährige Haftstrafe verbüßte, weil er im Februar 1996 den 23-jährigen Punk Sven Beuter totgeschlagen habe.

Zu sehen war am Montagabend ein Schild, wonach Antirassismus und Vielfalt »Kennwörter für weißen Genozid« sein sollen (»nd« berichtete). Das Schild wurde der MAZ zufolge von einem Vorstandsmitglied der havelländischen Alternative für Deutschland (AfD) hochgehalten.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann erklärte am Mittwoch, die AfD in Brandenburg wolle »ganz offensichtlich der parlamentarische Arm der Pegida-Organisatoren sein«. Mittlerweile sei klar, dass es »das gemeinsame Interesse gibt, die Bewegung in Dresden aktiv zu stärken und in Brandenburg zu etablieren«. Zu diesem Zwecke habe die parlamentarische Geschäftsführerin der AfD-Landtagsfraktion in direktem Kontakt mit dem Pegida-Initiator Lutz Bachmann gestanden, so Wichmann. nd

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