Kieler Klinik bestätigt Gefährdungsanzeigen

Kiel. Als Folge der Ausbreitung eines gefährlichen Keims gerät das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel immer mehr unter Druck. So wurden am Mittwoch weitere Vorwürfe über angeblich seit Jahren bestehende Hygiene-Missstände und Personalmängel laut. Ex-Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) forderte, schnellstmöglich Landesmittel »für das dringend benötigte Personal bereitzustellen«. Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) und Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) sollten ein Finanzierungskonzept erarbeiten. NDR 1 Welle Nord berichtete, in mehr als 70 Fällen hätten Mitarbeiter Missstände der vom Keimbefall betroffenen internistischen Intensivstation angezeigt. Dabei sei es um zu wenige Fachkräfte auf der Station gegangen, weil Kollegen im Urlaub waren oder weil frei werdende Stellen nicht besetzt wurden.Das UKSH habe eingeräumt, dass es 2014 allein am Standort Kiel 524 Gefährdungsanzeigen gegeben habe. dpa/nd

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