Jenseits der grünen Flügel

Linksliberale und Teile des Jugendverbands sind unzufrieden mit Strukturen und Debattenkultur

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Bei den Grünen gibt es Bestrebungen, die Flügelstruktur der Partei zu überwinden. Einige Politiker haben deswegen neue Kreise und Netzwerke gegründet.

Auf den ersten Blick hat sich an der Flügelstruktur der Grünen seit Langem nicht viel geändert. Nach den Austritten prominenter Fundis wie Rainer Trampert, Thomas Ebermann und Jutta Ditfurth in den frühen 90er Jahren entwickelte sich ein linker Flügel. Ihnen stehen die Realos gegenüber. Damit beide Flügel gleichberechtigt repräsentiert werden, gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass in der Führung von Partei und Fraktion jeweils ein Vertreter von Linken und Realos sitzen muss.

Einige Grüne halten diese Strukturen inzwischen für überholt. Zu ihnen zählt der Gelsenkirchener Robert Zion, der als einer der linken Vordenker seiner Partei gilt. Er hatte Ende letzten Jahres seine Mitgliedschaft im Koordinationskreis der Grünen Linken niedergelegt. Zion beklagte in einem öffentlichen Schreiben, dass parteiinterne Gegnerschaften »übermäßig ritualisiert, schwierige und inhaltlich Substanz verlangende Debatten unverhältnismäßig vereinfacht« würd...


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