Jan Brock 30.01.2015 / Netzpolitik

Beklaut und verklagt

Rechtspopulistische Partei nutzt unerlaubt Videomaterial von Erfurter Aktivisten - und verklagt sie auch noch auf 35 000 Euro

Weil sie gegen eine unrechtmäßige Verwendung ihres Filmmaterials gegen die rechtspopulistische Partei FPÖ klagten, steht ein Erfurter Filmkollektiv kurz vor dem Aus. Doch sie wollen nicht klein beigeben.

Die Filmpiraten in ihren Erfurter Büroräumen

Nazis, Burschis und Rechtspopulisten, egal wo sich fremdenfeindliches Gedankengut tümmelt, Videoaktivisten halten ihre Kamera drauf, um der Welt die Bilder zu liefern, die andere Medien nicht bringen. Dafür gibt es wenig bis gar kein Geld. Zeitintensiv ist die Berichterstattung außerdem.

Besonders ärgerlich ist es dann, wenn die Gegner sich der Bilder bedienen, sie umfunktionieren und für eigene Zwecke nutzen. So geschehen bei den Filmpiraten, Videoaktivisten aus Erfurt, die zwei Videos zu den Protesten rund um den rechtspopulistischen Wiener Akademikerball und den Prozess gegen den Studenten Josef auf der Videoplattform Youtube veröffentlichten und ihre eigenen Bilder schnell bei der Gegenseite fanden.

Kurze Zeit später waren Bilder der Filmpiraten in einem ganz anderen Kontext bei FPÖ-TV zu sehen. Die rechtspopulistische Partei a...

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