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Susann Witt-Stahl 04.02.2015 / In Bewegung
Antifa in der Krise?

»Antifa heißt Luftangriff!«

Kritik an einer Spielart antifaschistischer Politik in Deutschland

Eine signifikante Zahl von Nazi-Gegnern bekämpft heutzutage die virulente Gefahr, die Besserverdienenden in den schicken Szene-Vierteln der Metropolen von der dort immer noch ansässigen Unterschicht droht. Sogenannte Hipster-Antifas entdecken sogar verblüffende Parallelen zwischen der von ihnen begrüßten Gentrifizierung und der Befreiung vom Nazi-Faschismus am 8. Mai 1945. »Party Like It’s 1945«, lautet ihr Motto. Als Blockupy-Aktivisten 2013 auf der Frankfurter Zeil mit friedlichen Protesten kurzzeitig den marktwirtschaftlichen Betrieb störten, schritt der Bundesarbeitskreis hipster der Linksjugend [‘solid] zur antifaschistischen Tat gegen das antikapitalistische Unwesen. In einem Flugblatt prangerte er die Behinderung des Kundenverkehrs bei »Primark, ja sogar McDonald’s« in ausgerechnet »einer der umsatzstärksten Einkaufsstraßen« an. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass die Linksjugend-Hipster über die Monate später einsetzende Verfolgung von Kommunisten in der Ukraine durch faschistische Milizen kein einziges Wort des Missfallens verloren – sie nahmen sie nicht einmal zur Kenntnis. Offenbar ist ein ganz neues Verständnis von Antifaschismus entstanden: Aktivisten fühlen sich genötigt, die großen Konzerne zu schützen, wenn die Armen den Aufstand proben – aber nicht zuständig, wenn Gewerkschaftshäuser angezündet werden.

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Keine gesellschaftliche Veränderung ohne außerparlamentarische Bewegungen: Sie kämpfen mit vielfältigen Aktionen für eine andere, bessere Welt. Sie fordern das Unmögliche und tragen dazu bei, Utopien näher zu kommen. Der Bewegungsblog betrachtet, was außerhalb von Parlamenten gedacht, geplant und worüber gestritten wird – interessiert, kritisch und mit der nötigen Sympathie.

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