Es braucht ein paar Verrückte

Folge 55 der nd-Serie Ostkurve: Der Chemnitzer FC ist der einzige ostdeutsche Verein, bei dem auch Blinde Fußball spielen können

  • Von Max Zeising, Chemnitz
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

In der Blindenfußball-Bundesliga ist der CFC einer von neun Vereinen. Dabei fühlen sich die Chemnitzer als Ostdeutsche oft benachteiligt - auch wenn die Mannschaft sportlich immer erfolgreicher wird.

Es ist Mittwochabend. Beim Blindenfußball-Team des Chemnitzer FC ist wie jede Woche Training angesagt. Die Sportler und ihre Betreuer rennen, kämpfen, passen und schießen, was das Zeug hält. Nur einer macht keinen Finger krumm: Trainer Michael Falb. »Bei uns ist es wie in den USA«, scherzt er, »die Co-Trainer machen die Arbeit, und der Chefcoach schaut sich das Ganze von außen an«. Die Mannschaft des CFC erweckt in diesem Augenblick den Anschein eines professionell geführten Vereins.

Doch wer glaubt, die paralympische Sehbehindertenvariante des Fußballs funktioniere gänzlich nach den Mechanismen des Profigeschäfts, der irrt. Blindenfußball ist nach wie vor eine Nischensportart, die sich noch im Aufbau befindet. Gerade in Ostdeutschland, wo der Chemnitzer FC der einzige Klub ist, bei dem auch Blinde Fußball spielen können. In der Bundesliga ist er einer von gerade mal neun Vereinen.

»In Chemnitz sind wir schon sehr bekann...

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