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Unentbehrliche Kapitalismuskritik

Alexander Amberger erinnert an die Wachstumskritik von Bahro, Harich und Havemann - woran anzuknüpfen wäre

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wachstumskritik erfreut sich im Zuge der globalen Finanzkrise größerer Beliebtheit. So begrüßenswert das ist, so bedauerlich ist, dass marxistische Ansätze in ihr kaum Beachtung finden. Marxisten spielen in der sogenannten Degrowth-Bewegung kaum eine Rolle; auch linksradikale Gruppen halten sich zurück. Prägend sind in der in Frankreich Décroissance genannten Kritik überwiegend grüne und linksalternative Milieus. Das war mal anders.

Die erste Welle der Wachstumskritik gab es vor über vierzig Jahren, ausgelöst durch die Publikation des Club of Rome über die Grenzen des Wachstums 1972. Und in dieser waren sehr wohl Marxisten involviert - vor allem auch dissidente aus der DDR. Wolfgang Harichs 1975 veröffentlichtes Buch »Kommunismus ohne Wachstum«, Rudolf Bahros »Die Alternative« von 1977 und Robert Havemanns »Morgen. Die Industriegesellschaft am Scheideweg« aus dem Jahr 1980 zeichnen sich dadurch aus, dass sie die durch die Wiss...


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