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Am Wasser auf kargem Land

Die Bewohner des Hamburger Stadtteils Veddel haben vor allem mit sozialer Benachteiligung zu kämpfen

  • Von Folke Havekost, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Am kommenden Wochenende wird in Hamburg gewählt. Im Vorfeld geht es um Umfragen, Prognosen, mögliche Konstellationen in der neuen Bürgerschaft – dem Landesparlament der Hansestadt. Die Bewohner des Stadtteils Veddel verbinden mit der Wahl wenig Hoffnung auf Verbesserung ihrer Lage. Aus Erfahrung.

Für Uli Pforr ist die Veddel eine Höhle. »Wenn ich hier aus der S-Bahn steige, bin ich immer froh, weil es in Veddel etwas ruhiger ist«, sagt der 36-jährige Maler und Illustrator, der sich vor neun Jahren auf der Elbinsel niedergelassen hat. Sein Atelier »Möwenkick« teilt er mit zwei Künstlerinnen, es ist voller großformatiger Bilder. Pforrs einstmals blaue Arbeitshose trägt inzwischen alle Farbe des Regenbogens.

Bunt gemischt ist auch sein Viertel, hier leben Menschen aus 35 Ländern. Pforrs »Höhle« erstreckt sich über 4,5 Quadratkilometer, die vom Bild langer, vier- und fünfgeschossiger Backsteinreihen geprägt sind. Hamburgs einstiger Oberbaudirektor Fritz Schumacher ließ den für ihn und die Stadt typischen Rotklinkerstil ab 1928 errichten. Ein Dreivierteljahrhundert später wohnen 4700 Menschen hier. Die meisten sehen sich als Abgehängte. »In den 1970er- und 1980er-Jahren war dies ein goldener Stadtteil«, sagt Mustafa Acar. S...


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