Medaillen sind noch sekundär

DESG-Sportdirektor Robert Bartko warnt zu Beginn der Eisschnelllauf-WM vor hohen Erwartungen

  • Von Oliver Kern
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im Dezember wurde Robert Bartko überraschend Sportdirektor bei der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG). Die an diesem Donnerstag in Heerenveen beginnenden Einzelstrecken-Titelkämpfe sind der erste Höhepunkt für den 39-jährigen Bahnrad-Olympiasieger im neuen Amt. Mit Oliver Kern sprach er kurz vorher über die Schmach von Sotschi und den wiederkehrenden Spaß
am Sport.

Die deutschen Athleten gelten in keinem WM-Rennen als Favoriten, rechnen sich aber hier und da Außenseiterchancen aus. Was ist denn das Ziel des Verbands?
Wichtig für uns ist erst einmal der Prozess, der in Gang gesetzt wurde. Wir sehen bereits, dass alle das vergangene Jahr gut überstanden haben. Aber abgerechnet wird erst nach der WM.

Eine Medaillenvorgabe gibt es also nicht mehr?
Nein. Und die Öffentlichkeit sollte auch nicht zu viel erwarten, selbst wenn viele Athleten gut in Schuss sind.

In Sotschi blieben die deutschen Eisschnellläufer erstmals bei Olympia medaillenlos. Wie groß ist Ihre Angst, dass das auch bei den Weltmeisterschaften in Heerenveen geschieht?
Momentan verspüre ich gar keine Angst. Ich bin erst seit zwei Monaten im Amt und schaue mir noch die Strukturen an: welche Ressourcen wir haben, wie einzelne Akteure zusammenarbeiten. Da sind die Ergebnisse für mich derzeit noch sekundär.

Im Weltc...




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