Mit Verlusten zur Verhandlung

Mehr Konflikt als Ausgleich vor dem Gipfel

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Es war ein Kriegstag in der Ostukraine wie jeder andere. Mit Schüssen und starken Worten, mit Angst und doch noch etwas Hoffnung.

Die Zusagen der Teilnehmer sickerten bis Mittag. Allein schon das bloße Zustandekommen des Gipfels konnte als Hoffnungszeichen gelten. Da waren sich die Seiten trotz aller Vorverhandlungen laut »Interfax-Ukraine« in »vielen Fragen« noch nicht einig. So bildete tagsüber auch nicht der »Palast der Unabhängigkeit« des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko im Minsker Stadtzentrum die bevorzugte Kulisse der am Abend auch auf höchster Ebene aufzunehmenden Gespräche.

Düsterer Hintergrund der Suche nach einem Weg zu Waffenstillstand oder gar Frieden blieb das Kriegsgeschehen. So starben in Donezk mindestes fünf Menschen, als eine 152-Millimeter-Granate in eine Autowerkstatt einschlug. Bürgermeister Igor Martynow sprach gegenüber der Internetzeitung »Gaseta.ru« von »sorgfältig gezielten Schlägen gegen die Bevölkerung«. Diese »Diversion« werde nicht einmal während der Minsker Gespräche unterbrochen.

Aus dem Gebiet Lugan...


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