Penis ohne Neid

Im Wettbewerb: »Eisenstein in Guanajuato« von Peter Greenaway

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

In Mexiko bemerkt Eisenstein zuerst die Fliegen. Die kennt er aus der Sowjetunion Stalins! Sie sind immer dort, wo der Tod ist und den Tod sucht er hier in Mexiko, der anderen so archaischen Kultur, die in direkter Verbindung zum Thanatos steht. Sergej Eisenstein (Elmer Bäck: zuerst wie zufällig naiv, dann sehr bewusst naiv) will den Film »Que viva Mexico!« drehen, den der vermögende Autor Upton Sinclar, der noch nicht weiß, worauf er sich da einlässt, produziert - nach gedrehten 400 Kilometern Film und fast bankrott, stoppt er schließlich das Projekt, das nie vollendet wird.

Und schon sind wir tief drin in der Bilderrätselwelt, in die uns jeder Film von Peter Greenaway führt, der ein notorischer Bildmagier der fröhlichen Art ist: ein Spieler aus Passion - mit Montage-, Collage-, Übermalungs- und Überblendungstechniken, wenn es das Übermaß erfordert, auch gern alles zugleich. Bei den umherschwirrenden Fliegen am Anfang denkt m...


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