Ein Parlament löst sich auf

Niedersachsens Landtag wird seit Sommer 2014 umgebaut - nun stellten Gutachter schwere Mauerschäden fest

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wird der laufende Umbau des niedersächsischen Landtages fortgesetzt oder muss das gesamte Gebäude abgerissen werden? Ein Gutachten attestiert dem Haus bedrohliche Schäden am Mauerwerk.

Eine solch böse Nachricht hat Niedersachsens Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) wohl selbst in schlimmsten Träumen noch nicht ereilt. Doch es war bittere Realität, was der Politiker am Mittwoch erfahren musste. Der gesamte Plenarkomplex des Landtages, der zurzeit für kalkulierte 52,8 Millionen Euro umgebaut wird, muss womöglich abgerissen werden. Ein Gutachten bescheinigt den mittlerweile freigelegten Mauern: Der Beton bröckelt, seine Stahlbewehrung ist weitgehend verrostet. Und das in einem Ausmaß, das die Fragen aufwirft: Lohnt sich eine Sanierung der Mauern, ist sie überhaupt möglich? Wenn ja, so hieß es aus Hannover, würde das Mehrkosten von mindestens 1,5 Millionen Euro erfordern. Ursprünglich waren für das Mauersanieren rund 100 000 Euro veranschlagt worden.

Nicht gut klang auch, was Andreas Meißner, im Finanzministerium zuständig für Baumanagement, jetzt vor der Landespressekonferenz zum Zustand des Parlamentsgebäud...


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