Feuerjongleure gegen Faschisten

NPD-Kundgebung zum Jahrestag des Bombenangriffs / Cottbus wehrt sich

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

50 Neonazis erinnern am Sonntag in Cottbus an den Bombenangriff vom 15. Februar 1945. Voraussichtlich 2000 Gegendemonstranten werden dieser Instrumentalisierung der Opfer entgegentreten.

»Cottbus war zu keinem Zeitpunkt ein kriegswichtiges Ziel«, behauptet die neofaschistische NPD. Dennoch sei die Stadt am 15. Februar 1945 von angloamerikanischen Bombern in weiten Teilen dem Erdboden gleich gemacht worden. So wie in Dresden nutzen Neonazis auch in Cottbus die Jahrestage der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg. Sie organisieren seit fünf Jahren Aufzüge. »Wir werden am 15. Februar keinen Marsch durchführen, sondern eine Kundgebung, weil es unser Ziel ist, in Würde der Opfer zu gedenken«, erklärt der Stadtverordnete und NPD-Kreisvorsitzende Ronny Zasowk. Um 14 Uhr soll die Kundgebung beginnen, die laut Polizeidirektion Süd für 50 Teilnehmer angemeldet ist.

Den Neonazis gehe es nicht um ein Gedenken, das den historischen Tatsachen angemessen wäre. Davon überzeugt ist Jakob Lupus vom Bündnis »Cottbus nazifrei«. Falsch sei die Darstellung, dass der Krieg am 15. Februar 1945 fast beendet gewesen sei. Das zur Festung e...

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