Karlen Vesper 14.02.2015 / Geschichte

Die Blutspur der Mörder

Deutschlands Verbrechen in Griechenland: Massaker, Hungermord und Raub. Von Karlen Vesper

Griechenvolk, Königsvolk, verzweifeltes Volk« dichtete Paul Éluard am 9. Dezember 1944, »Du hast nichts mehr zu verlieren als die Freiheit, als die Liebe zur Freiheit, zur Gerechtigkeit und die unendliche Achtung vor dir selbst.« Der französische Lyriker und Résistancekämpfer sah die noch frischen Spuren deutscher Mordorgien in Hellas, erblickte den »Tod ohne Mitleid«. Ergriffen besang er ein »verzweifeltes Volk, doch Volk der Heroen, Hungerleidervolk, hungrig nach seiner Heimat«.

Wenn von Wehrmachtsverbrechen in Griechenland die Rede ist, wird zumeist das Massaker von Distomo genannt, dem am 10. Juni 1944 (Tag des Mordens auch in Oradour) 218 Dorfbewohner zum Opfer fielen. Doch es gab viele weitere Orte, in denen Deutsche ein Blutbad anrichteten, deklariert als »Vergeltung« für Aktionen der Volksbefreiungsarmee ELAS. Zum Beispiel Kalavryta, eine Kleinstadt auf dem Peloponnes, wo am 13. Dezember 1943 die 117. Jäger-Division un...

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