Einstürzende Schulbauten

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg kapituliert und will Sanierungsgelder verfallen lassen - weil Angestellte für die Umsetzung fehlen

  • Von Josephine Schulz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Bröckelnde Fassaden, Wasser im Keller, Zugluft im Klassenraum. An Berlins Schulen besteht dringender Sanierungsbedarf. Aber schon um den zu ermitteln, fehlt das Personal. Ein Besuch in Friedrichshain.

Am Andreas-Gymnasium in Friedrichshain bröckelt und wackelt es an allen Ecken. Die Fassade ist marode, das Dach seit fünf Jahren undicht. Im Keller sprudelt Wasser und die Akustik ist in Teilen des Gebäudes als gesundheitsschädlich eingestuft worden. Die Liste der Mängel ließe sich noch lange fortsetzen. Kein Ort an dem Schüler unter guten Bedingungen lernen können, doch das Andreas-Gymnasium ist in Berlin eher der Regel- als ein Ausnahmefall. Schuldirektor Andreas Steiner kämpft seit Jahren um Gelder. »Es wird ja bereits an einigen Stellen saniert«, sagt er. Das Dach sei in Arbeit, mit der Erneuerung der maroden Elektrik wurde auch in diesem Jahr begonnen. Für eine Beschleunigung der Maßnahmen hat ein Kabelbrand gesorgt - um ein Haar wäre die Schule in Flammen aufgegangen. Der Bedarf an Reparaturen belaufe sich auf mehrere Millionen Euro, meint der Direktor. »Wenn die Bewilligung der Gelder in solchen Schritten weiter geht, brauche...


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