Poroschenkos »russische Spur« zum Maidan

Ukrainischer Präsident beschuldigt Moskau am Tag des Gedenkens der Scharfschützen-Morde

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im Zeichen der Trauer und der Feindschaft mit Russland gedachte das offizielle Kiew am Freitag der Opfer des Maidan-Protestes vor einem Jahr.

Auf dem Kiewer Maidan, dem Unabhängigkeitsplatz im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt, gedachten am Freitag Hunderte Menschen der fast 100 Todesopfer während der Massenproteste gegen den damaligen auf Russland orientierten Präsidenten Viktor Janukowitsch. »Der Kampf für das Recht, in einem echten europäischen Land zu leben, begann auf dem Maidan und hält bis heute im Donbass an«, sagte Präsident Petro Poroschenko.

Demonstranten waren während der Straßenschlachten von Scharfschützen erschossen worden. Sie werden als die »Himmlischen Hundert« gewürdigt. Ihnen galt eine Andacht auf dem Platz. Dort und in der anliegenden Straße »Institutskaja« waren am um den 20. Februar 2014 auch Angehörige der Polizei-Sondereinheit »Berkut« getötet worden.

Der ukrainische Präsident machte für die Morde direkt den Kreml verantwortlich. So behauptete er während einer Ordensverleihung an Angehörige von Opfern, mehrere Gruppen ausländischer S...


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