Nach Israel auszuwandern ist keine Option

Für die 35 000 Berliner Juden hat sich das Leben nach den Anschlägen von Paris und Kopenhagen verändert

Viele Juden leben nach den Anschlägen in Angst. Manche trauen sich nicht mal, sich auf der Straße als Jude zu zeigen. Wie kommen junge, jüdische Menschen in Berlin damit zurecht?

Er habe noch keine Angst, sagt Michael Groys. Aber er spüre die Uhr ticken, es sei nur eine Frage der Zeit, wann es in Deutschland passieren werde. »Diesen Gedanken haben viele von uns, und er macht sie nervös.« Michael redet von einem terroristischen Anschlag. Er lebt seit 16 Jahren in Berlin und studiert Verwaltungswissenschaften an der Universität Potsdam. Er ist 23 Jahre jung. Und Jude. »Antisemitismus liegt in der Luft, das ist spürbar. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht«, sagt er. Das sieht auch sein Freund Mike Samuel Delberg so, der neben ihm auf der Couch sitzt. Beide sind elegant gekleidet mit Hemd und Jackett. Mike trägt Krawatte, Michael ein Einstecktuch. »Paris liegt um die Ecke und Kopenhagen vor der Haustür. Deutschland ist gedanklich immer so weit weg vom Terror, aber ich hoffe innigst, dass wir nicht fahrlässig werden«, sagt Mike.

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