Die Freiheitshelden von der Waffen-SS

Wenn im Baltikum und der Ukraine Nazi-Kollaborateure verehrt werden, mischt sich die Bundesregierung nicht ein

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In einer Antwort an die Linkspolitikerin Sevim Dağdelen zeigte sich das Auswärtige Amt tolerant: Wenn Balten und Ukrainer ihre Nazi-Kollaborateure ehren wollen, sei das deren Sache.

In den baltischen Staaten Lettland und Estland gelten sie vielen noch heute als Helden: die Mitglieder der SS-Divisionen, die zusammen mit der Wehrmacht gegen die Rote Armee kämpften. In Lettlands Hauptstadt Riga wird alljährlich am 16. März der »Helden« der Waffen-SS am »Tag der Legionäre« gedacht. Kritik von jüdischen Verbänden bügelte der lettische Staatspräsident Andris Berzins noch 2012 als »unfair« ab. Der ehemalige estnische Verteidigungsminister Mart Laar wollte 2012 einen Gesetzentwurf vorlegen, der Kämpfer für die »Wiederherstellung der Unabhängigkeit« ehren soll. Die Mitglieder der estnischen SS-Division waren da natürlich nicht ausgeschlossen.

Angesichts dieser Gemengelage erstaunt es nicht, dass sich Bundesrepublik und EU-Staaten im Dezember 2014 enthielten, als die von Russland eingebrachte UNO-Resolution zur »Bekämpfung der Glorifizierung des Nazismus« zur Abstimmung stand. Offenbar nahm die Bundesrepub...

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