Werbung

40 weitere Flüchtlinge nach Bootsunglück vor Sizilien vermisst

Nach Kentern eines Flüchtlingsbootes geht Hilfsorganisation von weiteren Verunglückten aus

Bei einem Schiffsunglück am Dienstag starben zehn Flüchtlinge, 127 Menschen konnten gerettet werden. Jetzt berichtet eine Hilfsorganisation, dass weitere 40 Menschen noch vermisste werden, darunter auch Kinder.

Rom. Bei einem neuerlichen Flüchtlingsdrama vor der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien sind offenbar deutlich mehr Menschen ertrunken als zunächst angenommen. Mindestens 40 Flüchtlinge würden noch vermisst, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Donnerstag mit. Die italienische Küstenwache hatte nach dem Kentern des Flüchtlingsboots aus Libyen am Dienstag zehn Leichen geborgen und 127 Flüchtlinge gerettet.

Nach Gesprächen mit den Überlebenden müsse aber davon ausgegangen werden, dass mindestens 40 weitere Bootsinsassen über Bord gegangen seien, sagte IOM-Sprecher Flavio di Giacomo. Unter den Vermissten seien auch Kinder. Demnach kenterte das Boot, als die Insassen beim Eintreffen der Küstenwache auf eine Seite stürzten. Die Vermissten seien jedoch bereits vor dem Eintreffen der Retter über Bord gegangen. AFP/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung