Thomas Fritz 08.03.2015 / Sport

Raus aus dem Heim zum Fußballgucken

Erfurter Drittligist Rot-Weiß lädt 25 Flüchtlinge trotz Protesten einiger Fans zum gemeinsamen Stadionbesuch ein

Rot-Weiß Erfurt verschenkt Eintrittskarten an die Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft. Der Klub will zur Willkommenskultur beitragen und trotzt fremdenfeindlichen Kommentaren einiger Fans.

Erfurt. »Los, komm schon!«, ruft Darko Stojadinovich. »Das ist zu langsam. Er muss schneller spielen«, entfährt es seinem Vater Dragan. Das Duo kommentiert fast jede Aktion auf dem Rasen fachmännisch, als wären sie im Steigerwaldstadion Dauergäste. Aber die Stojadinovich’ sehen zum ersten Mal live deutschen Drittliga-Fußball. Sie müssen im Stadionheft nachschlagen, um den Namen des Erfurter Kapitäns Carsten Kammlott zu finden, und dass die Winterpause Anfang Februar zu Ende ging, verrät ihnen der Reporter. Wie 23 andere Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft im Südosten der Stadt hat der FC Rot-Weiß Erfurt die beiden Serben am Samstag zum Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden eingeladen. »Wir möchten mit unseren Freikarten einen Beitrag zur Willkommenskultur leisten«, sagt André Ockenfels, Leiter des Bereiches Organisation und Strategie beim Klub. »Denen, die es sich sonst nicht leisten können, soll ein Stadionbesuch ermöglicht werden«, betont der 53-Jährige.

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