Die ewige Sanierung

Der Erhalt des Bamberger Doms ist für den Baumeister Ulrich Först eine Lebensaufgabe

  • Von Harald Lachmann, Bamberg
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ulrich Först hat in einem Sakralbau mit seiner Truppe einen der schönsten Arbeitsplätze im fränkischen Bamberg. Neben handwerklichem Können ist er auch auf diplomatische Kreativität angewiesen.

Was Pia Vielwerth anfasst, ist viel wert. Jedenfalls, wenn es sich um historische Steine handelt. Unlängst bescheinigte man ihr das in einem Bundeswettbewerb der besten Steinmetzlehrlinge, den sie gewann. Mithin bilden alte fränkische Sandsteine den beruflichen Schwerpunkt der 23-Jährigen. Über ihren Erfolg haben sich gleich zwei Ausbildungsbetriebe gefreut, bei denen sie gewissermaßen parallel ihr Handwerk lernte, ohne dazu den Arbeitsplatz zu wechseln: die Bamberger Firma Eberth Bau und die Bamberger Dombauhütte.

Das mag verworren klingen, hat am Bamberger Dom indes seit 212 Jahren Methode. Denn weil 1803 auch Bayern mit der Säkularisation kirchliche Besitztümer einzog, unterliegen die Werkhütten an den Domen zu Bamberg, Passau und Regensburg, die sich das Land bis heute zum Unterhalt dieser bedeutenden Sakralbauten leistet, de facto staatlicher Alimentierung. Jene Dombauhütte in Bamberg eröffnete übrigens erst 1929 und damit später a...


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