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Spurwechsel dringend erwünscht

Nach Nemzow-Mord in Moskau: An einem islamistischen Tatmotiv wachsen die Zweifel

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach ersten Festnahmen im Mordfall des Kremlkritikers Boris Nemzow haben Weggefährten des Oppositionspolitikers starke Zweifel an einem behaupteten islamistischen Tatmotiv geäußert.

»Bockmist« und »Ergebnis eines politischen Auftrags vom Kreml« nannte Oppositionspolitiker Ilja Jaschin bei Radio Echo Moskwy das Geständnis, das Saur Dadajew, der Hauptverdächtige in der Mordsache Boris Nemzow, am Sonntagabend ablegte. Wie die russische Nachrichtenagentur Rosbalt unter Berufung auf eine Quelle bei der Ermittlungsbehörde meldet, habe Dadajew die Verantwortung für Planung wie Ausführung des Verbrechens übernommen und die Tat mit abfälligen Äußerungen Nemzows über russische Muslime, den Propheten Mohammed und den Islam erklärt. Als Komplizen habe er zwei Cousins gedungen, die seit Jahren im Moskauer Umland leben und sich in der Hauptstadt gut auskennen. Diese hätten dann zwei weitere Helfer aus der Nachbarschaft angeworben.

In der Tat hatte Nemzow, als Präsident Wladimir Putin...


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