Generationenkampf und ein »feiger« Premier

Die beiden großen Parteien in Großbritannien werben vor den Unterhauswahlen im Mai um unterschiedliche Wählergruppen

  • Von Ian King, London
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Konservative überhäufen ältere Wähler mit Geschenken, Labour bietet Jüngeren eine Kürzung der Studiengebühren an. Premier Cameron weicht einem Fernsehduell mit Oppositionschef Miliband aus.

Sozialkürzungen sollen auch in Zukunft die reichsten britischen Rentner nicht treffen: Jeder betagte Herzog und jeder abgewirtschaftete Bankvorstand soll unter einer konservativen Tory-Regierung Fernsehgebühren bezahlt bekommen, freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr behalten und eine 250 Euro-Pauschale für Heizungskosten seiner Residenz im Winter erhalten. Neue hochverzinste Staatspapiere versüßen das reiche Rentnerdasein weiter - Ältere gehen eben häufiger an die Wahlurnen und werden sich dafür erkenntlich zeigen, hoffen die Regierenden.

Labours Eds - Miliband und Finanzsprecher Balls - bevorzugen eine andere Zielgruppe. Die prekäre Wirtschaftslage nach dreieinhalb Jahren Nullwachstum ließe die Abschaffung der von der Rechtskoalition erhöhten Studiengebühren zwar nicht zu, aber eine Senkung von umgerechnet 11 000 auf die unter Labour verlangten, immer noch happigen 7500 Euro im Jahr sei drin. Nach bestandenem Examen leiden StudentInn...

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