Es leben die 20er!

Aufregend, kreativ, dynamisch und weltoffen - so war Berlin. So ist Berlin. Vom 13. bis zum 22. März spürt das Konzerthaus mit einem eigenen Festival dem Klang des Mythos Berlin nach, in dessen schillernden Facetten sich vor allem die Zeit der 1920er Jahre vielfarbig widerspiegelt.

So eröffnet das Festival mit einem Sinfoniekonzert mit Werken von Heinz Tiessen, Hanns Eisler und Alban Berg, die wie viele andere Künstler vor dem Abgrund des »Tanzes auf dem Vulkan« warnten und die Schattenseiten der »goldenen« 1920er Jahre betonten. Es spielt das Konzerthausorchester unter der musikalischen Leitung von Markus Stenz, die Sopranistin Annette Dasch singt »Vom ewigen Leben« von Franz Schreker.

Mit zwei Opern-Raritäten verwandelt sich das Konzerthaus am 14., 15. und 17. März in einen Vergnügungstempel: In Zusammenarbeit mit der Komischen Oper Berlin werden zwei außergewöhnliche Einakter aus den 1920er Jahren auf die Bühne des Werner-Otto-Saals gebracht. Marc Blitzsteins »Triple-Sec. Die Sünden des Lord Silverside« ist zum zum ersten Mal überhaupt in Europa zu sehen.

Die aktuelle Antwort auf die Frage nach dem Mythos Berlin kommt unter anderem vom Komponisten Christian Jost. Am 20. März wird seine »BerlinSymphonie«, ein Auftragswerk des Konzerthauses, vom Konzerthausorchester unter der Leitung von Chefdirigent Iván Fischer erstmals präsentiert. Das groß besetzte Werk fängt die Faszination einer Berliner Nacht im Heute ein..

Mit den Party-Klassikern Yellow Lounge und der Bohème Sauvage folgen Experten des Feierns der Einladung ins Konzerthaus. Dass es dabei auch skurril werden kann, zeigen die rappenden Handpuppen der legendären Puppetmastasz, die mit The Capital Dance Orchestra zum »Swingerclub« einladen. nd

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