Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Keine Auskunft unter dieser Nummer

Dresdner Dokumentationsstelle über sowjetische Kriegsgefangene vor dem Aus?

  • Von Hans Canjé
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im 70. Jahr nach der Befreiung vom Faschismus ist die Arbeitsfähigkeit der Dokumentationsstätte der Stiftung sächsische Gedenkstätten in Dresden ernsthaft in Frage gestellt. Es geht ums Geld.

Die Dokumentationsstätte der Stiftung sächsische Gedenkstätten verfügt über die umfangreichste Kartei sowjetischer Kriegsgefangener. 25 Jahre haben nach Angaben von Siegfried Reiprich, Geschäftsführer der Stiftung, die Mitarbeiter des Hauses an der Bearbeitung von »zehn- wenn nicht hunderttausend Karteikarten der Wehrmacht« gearbeitet. Sie können Auskunft geben über das Schicksal von mehr als drei Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, die zwischen 1941 und 1945 in den Lagern der Wehrmacht um Leben gekommen sind. Von 3,3 Millionen, die »an Hunger, Kälte, Krankheiten, Zwangsarbeit zugrunde gingen oder durch massenhafte Erschießungen getötet wurden«, sprach unlängst der Bundestagsabgeordnete Jan Korte (LINKE) in einem Gastbeitrag dieser Zeitung.

3,3 Millionen - das entspricht etwa der Einwohnerzahl von Schleswig-Holstein, Bremen und de...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.