Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Abkommen mit Iran steht noch aus

Atomgespräche in Lausanne befinden sich in einer »kritischen Phase«

Lausanne. Einen Tag vor Ablauf der selbst gesetzten Frist haben sich die Verhandlungspartner in den Gesprächen über das iranische Atomprogramm weiter nicht auf ein Rahmenabkommen einigen können. Russlands Außenminister Sergej Lawrow kündigte am Montag seine vorläufige Abreise aus dem schweizerischen Lausanne an, will aber im Fall einer Einigung an diesem Dienstag zurückkehren. Die Bundesregierung sprach von einer »kritischen Phase«, aber auch von »erheblichen Fortschritten«.

Ein westlicher Diplomat sagte in Lausanne, es herrsche nach wie vor Uneinigkeit in drei zentralen Streitfragen. Dabei gehe es um die Laufzeit des geplanten Abkommens, die Aufhebung von Sanktionen und einen Mechanismus, diese wieder in Kraft zu setzen, sollte Iran sich nicht an die Vereinbarungen halten. Es sei nun der Moment gekommen, »Ja oder Nein« zu einem Abkommen zu sagen, erklärte der Diplomat.

Auch ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte in Berlin, es gebe »weiterhin offene schwierige Fragen, die noch zu klären sind«. Zur Frage, ob bis diesen Dienstag eine Einigung erzielt werden könne, meinte der Sprecher: »Nichts ist vereinbart, solange nicht alles vereinbart ist.«

Die Außenminister der 5+1-Gruppe aus den UN-Vetomächten und Deutschland sowie ihr iranischer Kollege Mohammed Dschawad Sarif tagten am Montag in Lausanne zunächst in großer Runde. Anwesend waren Frank-Walter Steinmeier für Deutschland, John Kerry aus den USA, Laurent Fabius aus Frankreich, Philip Hammond aus Großbritannien, Lawrow aus Russland, Wang Yi aus China und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Später wurde auf Expertenebene weiterdiskutiert. Agenturen/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln