Dialog mit Tücken

Die Bewohner von Espinar in Peru sehen sich über Bergbaufolgen schlecht informiert

  • Von Knut Henkel, Espinar
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Dutzende von Bergbaukonflikten haben dazu geführt, dass Perus Regierung versucht, mit der regionalen Bevölkerung ins Gespräch zu kommen. In Espinar schwelt der Konflikt dennoch weiter.

Sie trauen dem Megakonzern Glencore/Xstrata nicht über den Weg: Die Bewohner von Espinar im Süden Perus. Erst am 27. März gingen sie wieder auf die Straße und forderten Schutz vor der Kontamination durch die Mine.

Kupfer ist der begehrte Rohstoff, der in der Mine Tintaya-Antapaccay gefördert wird. Aus dem Krater kriecht ein monströser geländegängiger Muldenkipper. Auf der Ladefläche des riesigen Lkws türmen sich Unmengen von Geröll. »Bis zu 320 Tonnen Kupfererz kann der Koloss zum Transportband schleppen«, erklärt Jael Díaz lächelnd. Der kleingewachsene Ingenieur ist Angestellter des Bergbauunternehmens Glencore/Xstrata und für die Mine zuständig. Die liegt rund drei Fahrstunden von der Touristenmetropole Cusco entfernt. In der Mine wird mit Hochdruck gefördert. 2013 waren es rund hunderttausend Tonnen, 2014 etwas mehr und in diesem Jahr könnte die Förderung weiter steigen, so Díaz. Er ist für Kommunikation zuständig, führt hin und wie...


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