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Europaprojekt zum Bau von Kampfdrohnen

Zwischenlösung noch in diesem Jahr

Berlin. Die gemeinsame Entwicklung einer bewaffnungsfähigen Drohne war als Thema der am Dienstag veranstalteten deutsch-französischen Regierungskonsultationen in Berlin aufgerufen. Vorab hatte die Rüstungsstaatssekretärin Katrin Suder Verteidigungs- und Haushaltsexperten darüber informiert, dass noch in diesem Jahr eine erste Vereinbarung über das MALE-Projekt unterzeichnet werden soll. Die mittelgroße Drohne soll bis zum Jahr 2025 entwickelt werden. Angestrebt ist ein europäisches Projekt, neben Deutschland und Frankreich soll Italien von Anfang an beteiligt sein.

Die Bundeswehr verfügt in diesem Roboter-Segment derzeit über von Israel geleaste Aufklärungsdrohnen. Die Heron I gehört zu einer älteren Generation und wird in Afghanistan eingesetzt. Weil die Bundeswehr nach Überzeugung des Verteidigungsministeriums aber für kommende Auslandseinsätze dringend Kampfdrohnen braucht und der Einsatz einer vermutlich von Airbus zu bauenden unbemannten Plattform noch gut zehn Jahre dauern wird, bleibt Deutschland beim System der Zwischenlösung. Man will in Israel oder den USA Maschinen mieten oder kaufen. Wer den Zuschlag erhält, soll gleichfalls noch in diesem Jahr entschieden werden.

In der vergangenen Woche hat der Haushaltsausschuss weitere Mittel für Heron I freigegeben. Damit wird die sogenannte SAATEG-Zwischenlösung bis 2016 mit einer Option für 2017 verlängert. hei Seite 6

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